Buchvorstellung: „Forget Me Not: A Memoir“

But one thing I have learned is that we never know what is around the corner in life and we can’t live very well if we are living in fear.

Vielleicht ist das der wichtigste Satz im Buch.

„Forget Me Not“ ist ein Buch über das Leben mit dem Bergsteiger Alex Lowe. Es ist ein Buch über das Leben der Frau, die ihren Mann an den Berg verliert. Es ist ein Buch über Abenteuer (Expeditionen und lokale Ausflüge) und Pflichten (3 Kinder), Auseinandersetzung und Einigkeit, Trauer und Freude, Stärke und Schwäche. Es ist auch ein Buch über Unterstützung in schwierigen Zeiten und Verantwortung. Und es ist ein Buch über die Zukunft.

„Forget Me Not: A Memoir“
Jennifer Lowe-Anker
Mountaineers Books
282 Seiten
ISBN-13: 978-1594852749

Eine Leseempfehlung!

Die kleine schwarze Hexe

Da ist sie, die kleine schwarze Hexe.

Gute zwei Monate ist sie jetzt bei uns und leistet dem alternden Wander- und Kletterhund Sam Gesellschafft. Das mussten sie erst einmal unter sich ausmachen, hat aber gut geklappt. Gut, das wir nicht da waren. 😉

Schon einiges haben wir zusammen erlebt und wir können sagen, dass noch viele Abenteuer auf sie warten werden! Das größte Abenteuer wird der Umgang mit Menschen sein. Bei fremden Menschen ist sie sehr vorsichtig und knurrt und bellt und will denen großräumig aus dem Weg gehen. Fahrradfahrer und Jogger sind dagegen harmlos…

Das Meer mag sie auch, ist sie doch auch eine wasserliebende Hündin, die keine Pfütze auslässt!

Heißt die berühmte Fame doch bitte willkommen!

Das E.O.F.T. 2014 – Aus meiner Sicht

Unvermittelt bekam ich vor einigen Tagen eine SMS von Hiking-Blog Jens. „Hast Du Zeit und Lust mit zum E.O.F.T. zu kommen?“ Ich hatte es nicht auf dem Schirm. Kurz überlegt und warum denn nicht? Am vergangenen Sonntag Abend um 20.00 Uhr war es dann im FZW Theater in Dortmund soweit.

Die Vorstellung um 16.00 Uhr war noch nicht beendet und so konnten wir noch frische Luft schnappen. Das war auch gut so, denn drinnen war es SEHR miefig! Jungs & Mädels, die Klimaanlage war wohl etwas überfordert, oder? Nun gut, einmal drinnen, schon merkt man das nicht mehr so. Bis zur Pause.

Das Programm bot:

Dream

Mit dem Wasser illuminierenden Kajak durch das Wildwasser bei Nacht. If… what? Hmmm, künstlerisch ok. Mir gefiel es nicht.

El Sendero Luminoso

Alex Honnold mal wieder in Action, Free Solo natürlich.

Es war nur ein kurzer Film und es wurden auch nicht sehr viele Szenen von der eigentlichen Free Solo Begehung gezeigt. Gerade das fand ich gut. Ein Blick hinter die Kulissen konnte erhascht werden, z.B. wie Alex Honnold die Route putzt oder sein Freund sich Sorgen macht. Alex Honnold könnte vor sieben Augen ja auch runterfallen…

Mir kam eine Szene in Köln in den Sinn, an der Deuter Brücke ist eine Klettergarten der Sektion Köln. Dort traf ich einen Herren, der unbedingt Free Solo klettern wollte. Das interessierte ihn! Ihm empfahl ich Boulder zu gehen. Das sollte er ausprobieren, denn da bricht man sich höchsten mal was, ist aber nicht direkt tot, wenn man runterfällt.

Don’t Look Down

Ein subjektiv sehr merkwürdiger Film für mich. Ich frage mich wirklich, warum Menschen auf Baukräne klettern und dort oben in schwindelnder Höhe herumbaumeln. Seine Mutter kann ich gut verstehen. Sie ist völlig machtlos. Und er hat einen an der Waffel.

Afterglow

Tiefschneefahrer in LED Anzügen. Die Idee hatten wir doch schon schon einmal ähnlich gesehen? Ach ja, in Dream, da war es nur das illuminierte Kajak. Fand ich jetzt auch nicht so dolle.

Rad Company

Downhill auf Fiji – tolle Sache, aber wer wollte das wirklich sehen? Ich fragte Jens, ob die einen Genickbruch erleiden, wenn die einmal gegen einen Baum fahren? Nun ja, da gab es nicht viele Bäume. Der Gedankengang war also sinnlos.

Was aber durchaus interessant erschien war der zweite Teil, denn aus einem Schrottplatz wurde eine Bike-Arena. Das finde ich wiederum erwähnenswert, weil die Jungs dort die Sprünge von unten nach oben machten!

Stimmt Jens, das war schon grellbunt. Aber ohne Kolorierung kommen die Filme heute nicht mehr aus. Das liegt aber durchaus auch an der Art, wie die gemacht sind.

Nobody’s River

Vier Mädels, die den Fluss Amur von der Mongolei bis zur Mündung im Pazifik mit dem Kajak befahren wollten. Der sprach mich schon eher an, nicht nur wegen den Mädels. Es zeigte aber nicht durchgehend die heile Welt in der wir uns immer bewegen, er fing sogar negativ an. Und trotzdem war er einer der besseren auf dem E.O.F.T.

Cave Connection

Und was für eine Connection! Die Südinsel Neuseelands. Oben im Norden sind Höhlensysteme und die Protagonisten wollen versuchen eine Verbindung zwischen zweien nachzuweisen. Je ein Team steigt in eine Höhle ein und draußen gießt es in Strömen. Das kann lebensgefährlich werden!

The Frozen Titans

Darauf hatte ich mich gefreut. Eisklettern mit Will Gadd! Nun habe ich doch gemischte Gefühle zum Film. Der Ort, Helmcken Falls, ist grandios. Die Gischt formt im Winter am Boden einen Art Vulkankegel. Der Wasserfall ist nie gefroren, selbst bei -35°C nicht. Arschkalt sowas! Aber Eiskletterer sind ja eher Schattenmenschen und meiden die Sonne. Ja, tolle Bilder und einige Schimpfworte. Aber nicht mein Favorit.

Shades of Winter

Ein weiterer Freeride Film. Das kam mir doch bekannt vor. Da wurde illuminiert und die Damen freerideten bei Nacht in Japan. Hatten wir das nicht schon irgendwie einmal gesehen? Ach ja, bei Dream und Afterglow.

Von den völlig überspitzen Abfahrten in megasteilem Gelände in Alaska ganz zu schweigen. Irgendwanngeht das nicht mehr gut! Immerhin hatten sie Lawinenrucksäcke an. Wer braucht Heli-Skiing? Das sind doch wirklich immer wieder die gleichen Bilder.

Ein paar Zitate aus dem Teaser:

We make our own life

Ja, wir machen unser eigenes Leben

Best Adventure Documentaries

Nein, es waren nicht die besten Abenteuer-Dokumentationen

It’s not romantic, there’s nothing glorious about it

It’s cold and dark and wet and miserable

I’m tired, hungry, dirty and sweaty

In einer unerschlossenen Höhle ist es nicht romantisch, es ist kalt, dunkel, feucht und dreckig.

The most inspiring outdoor films

Es waren auch nicht die anregensten Outdoor Filme

This is awesome

Ja, ein Film war wirklich „awesome“

The Ultimate Film Tour

Und es war auch nicht die Ultimative Filmtour – wer behauptet so etwas eigentlich immer (wieder) von sich selbst?

I’ll be back – someday

Irgendwann, das ist das richtige Stichwort. Umgehauen hat mich das diesjährige E.O.F.T. nicht. Erlebe ich da ein Sättigungsgefühl für solche Veranstaltungen?

Zum Schluss aber unser Favorit:

Das hat der Film „Cave Connection“ wohlverdient!

Noch einmal ein Danke schönen Jens, der mich mit ins E.O.F.T. genommen hat. Seinen Bericht gibt es natürlich auf seinem Blog. Und jetzt weiss ich auch, was ich an dem im Vorfeld verspeisten Burger falsch gemacht hatte: Mayo und Ketchup fehlten! Aber ne coole Idee war es den selbst zusammenzustellen.

Nebenbei entstand aber auch die ein oder andere Idee zu einem gemeinsamen Bloggerevent im kommenden Jahr. Wilde Sache, das wird werden…

Andere schrieben auch über das E.O.F.T.:

 

Vorstellung: Die Verpeilhütte

Die Verpeilhütte und ihre Kapelle

Die Verpeilhütte und ihre Kapelle, links: Schweikert (2881m), rechts: Schwaben Kopf (3379m)

Wenn Ihr denn mal im Kaunertal seit, dann steigt von Feichten doch mal zur Verpeilhütte auf 2025 Metern über dem Meer auf. Das ist ein lockerer Fuß- oder MTB-Weg im Sommer oder eine kleine Trainingstour mit Tourenski im Winter.

Es lohnt sich, denn Ihr werdet von der Hüttenwirtin Agnes und ihrer Crew exzellent versorgt und lernt ein schönes kleines Fleckchen Erde kennen! Am vergangenen Samstag war der Schoko-Kirsch-Kuchen besonders zu empfehlen.

Durch den Verpeilbach ist die Hütte auch ein guter Anlaufpunkt für Familien.

Gipfelstürmer sind mit dem Schweikert (2881m) gut bedient. Wer es ein wenig gemächlicher mag, dem bietet sich eine Tour auf den Mooskopf (2532m) oder den Madatschkopf (2783m) an.

Wer hinüber ins Pitztal möchte, schlägt den Weg über das Madatschjoch und die Kaunergrathütte ein. Hierbei steigt Ihr auf über 3000 Meter auf und nutzt einen hochalpinen Übergang, der nicht zu unterschätzen ist! Über das Verpeiljoch kann auch direkt ins Pitztal abgestiegen werden. Als Variante bietet sich dieser Übergang auch zum Besuch des Mittelbergles Sees an, um dann weiter zur Kaunergrathütte zu gehen.

Kletterer kommen ebenfalls auf ihre Kosten, wenn auch das Angebot sehr übersichtlich ist. Nahe der Hütte gelegenen ist der Kletterfelsen Verpeilnase (Richtung Schweikert). Über den Verpeilbach in Richtung Madatschjoch gibt es den Verpeilturm (Richtung Madatschjoch/Kaunergrathütte).

Tierfreunde sollten auf alle Fälle ein gutes Fernglas mitbringen, denn Steinböcke sind in den oberen Regionen der umgebenden Gipfel beheimatet. Wir haben sie beim Besuch der Verpeilnase in 2010 sehen können.