Von der kleinen schwarzen Hexe

Es gibt was zu feiern:

Ende Januar 2015 fand die Kleine Schwarze Hexe bei uns ihre neue Heimat.

Ging das schnell vorbei! Erinnert Ihr Euch an den Februar 2015, unser Glück im Unglück?

Und davor?

Fast ein ganzes Jahr lebte sie in unterschiedlichen Tierheimen.

Das änderte sich alles, als Martina im Dezember 2014 „Tiere suchen ein Zuhause“ schaute. Denn dort spielte unsere kleine Fame eine kleine, aber entscheidende Nebenrolle. Das schüchterne und stille Tier war immer in Bewegung und wollte eher aus dem Rampenlicht heraus.

Im Tierheim dagegen war sie alles andere als still, zumindest wenn sich neugierige Menschen anpirschten. Da zog sie sich laut bellend in den hinteren Teil des Zwingers zurück und wollte nicht aufhören. Die Menschen gingen wieder und sie verstummte. Das junge Ding war mit dieser Strategie erfolgreich. Bis Martina kam…

Ende Januar 2015 war es nach einigen vorausgegangenen Besuchen dann endlich soweit. Martina und ich fuhren nach Recklinghausen, um unsere junge Hündin zum vierwöchigen Probewohnen abzuholen. Wir wollten doch mal gucken, wie sie sich mit uns und dem Wanderhund Sam so verstehen würde. Zur Entspannung gingen wir in unmittelbarer Nachbarschaft des Tierheims eine (letzte) Runde spazieren.

Zurück am Auto wollte sie natürlich nicht mit, denn ihr zu Hause war ja das Tierheim. Gut zureden half auch nicht wirklich. Was tun? Ich stand ratlos da. Martina aber fasste sich ein Herz und hob sie vorsichtig in den Kofferraum. Das ließ Fame anstandslos mit sich machen. Im Kofferraum stehend, schaute sie zurück auf ihr altes Heim. Kein Bellen, kein Winseln, nichts. Ganz ruhig stand sie da. Vorsichtig fuhren wir los. Kurze Zeit später machte sie Sitz, um schließlich doch Platz zu nehmen.

Im KritzelKraxel Basecamp angekommen, beäugte sie aus dem Kofferraum heraus erst einmal die ungewohnte Umgebung. Mit ein wenig Überredungskunst bekamen wir sie schließlich in unsere Wohnung gelockt, wo doch auch unser Senior Wanderhund Sam wartete.

Auf leisen Pfoten schlich sie in ihr neues Zuhause.

Wir ließen sie gewähren und sie konnte sich finden. Es folgten zuerst Handfütterung, die Besitznahme ihres Liegeplatzes am Balkonfenster, erste Spaziergänge – immer mit unserem Sam – und kein Malheur, sie war stubenrein!

Verluste waren zu verzeichnen, einige CD’s überlebten in den ersten Wochen nicht. Auch ein Buch zur Plattentektonik fiel ihr zum Opfer. Genauso wie eine Ausgabe einer großen Wochenzeitung. Kann jemand anderes behaupten eine belesenen Hündin zu haben?

Es nutze aber nichts, ein Maulkorb musste her um dem ein Ende zu setzen. Seit gewiss, auch das bekam sie klein und mehr Gegenstände mussten dran glauben. Immerhin können wir aber behaupten, dass wir gennächsten Bösewicht einer der letzten Satz Wars Folgen ausbilden. Das wissen die Verantwortlichen nur noch nicht. Darf ich vorstellen?

„Darth Fame!“

Eine Galerie

Der Schneeschuhwanderhund Sam

Da isser, der gute:

Schneeschuhwanderhund Sam

Wander- & Kletterhund Sam

Alt ist er geworden, mit zwölfeinhalb Jahren macht er nicht mehr die großen Touren wie in 2010 rund um den Kaunergrat. Auch diese Tour zur Aifner Alm verlangte ihm so einiges ab. Schnee gefror wieder zwischen sieben Ballen und er legte sich regelmäßig hin, um den wegzubeißen. War er fertig, blieb er meist liegen. Da mussten wir ihn zum weitergehen ermuntern.

Brav hat er die Tour mitgemacht, er liebt ja Schnee über alles!

Weihnachtsgrüße 2014

Allen Lesern, Freunden und Bekannten wünschen Bernd | KritzelKraxel sowie Wander- & Kletterhund Sam mit Frauchen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2015!

Weihnachtsgrüße 2014

Wander- & Kletterhund Sam mit Frauchen.

Wo war das?
Kahler Asten im Sauerland, 2009. Da war Schnee, herrlich!

Skitour zur Verpeilhütte

Skiurlaub ist ja schon schön.

Skifahren auf der Piste ist ja auch schön.

Vor allen Dingen, wenn man ein solch grandiosen Panorama wie von der oberen Station der Karlesjochbahn nach Südtirol hat.

Zwei Wochen Skifahren auf den gleichen Pisten ist dann doch etwas eintönig.

Eine Skitour musste her!

Meine beste Begleitung: Martina und Wander-, Kletter- und Schlittenhund Sam!

Meine beste Begleitung: Martina und Wander-, Kletter- und Schlittenhund Sam!

Da Martina und Wander-, Kletter- und Schlittenhund Sam keine Freunde von Skitouren sind, blieb mir als Möglichkeit die Skitour alleine durchzuführen. Dazu brauchte ich ein einfaches Ziel. Einige Randbedingungen sollten dabei erfüllt sein:

  • Schlittenhund Sam voraus, Foto: Martina Schulte

    Schlittenhund Sam voraus, Foto: Martina Schulte

    Die Tour sollte keine nennenswerten technischen Schwierigkeiten haben

  • Die Tour sollte nahe an unserem Hotels starten
  • Eine Lawinengefährdung des Wegs durfte nicht vorhanden sein
  • Die Tour sollte nicht allzu lange dauern

Nach Konsultation mit dem Bergführer meines Vertrauens und auch unserem Skilehrer fiel die Wahl auf den zur Verpeilhütte führenden Forstweg. Der war relativ einfach und vor allen Dingen gut zu finden. Mir ging es nicht um einen Weltrekord in wilder Pulverschneeabfahrt, sondern primär die Technik des Aufstiegs zu üben. Wie ich dort wieder herunterkommen würde, da hatte ich mir keine Gedanken zu gemacht.

Ungefähr fünfzig Meter oberhalb unseres Hotels begann der Forstweg, der bis zur ersten Linkskurve mit einer kleine Pistenraupe präpariert war. Die Tourenstiefel hatte ich bereits in den Gehmodus gestellt, also die Fixierung an der Ferse gelöst und die Spannschnallen vorne locker eingestellt. Nachdem die Skier ebenfalls vorbereitet waren, klickte ich mich ein.

Da isser! Foto: Martina Schulte

Da isser! Foto: Martina Schulte

Während ich noch mit meinen Vorbereitungen beschäftig war, waren Martina und Sam schon ein Stück voraus gegangen. Sie begleiteten mich ein Stück auf dem Weg zur Verpeilhütte. Wir drei kannten den Weg schon aus dem Sommer. Vor dreieinhalb Jahren stiegen wir bereits einmal von Feichten zur Verpeilhütte auf. Dort verbrachten wir vier schöne Tage mit Klettern, Holzhacken, grillen und einfach nichts tun.

Klack. Schhhhhh. Klack. Schhhhh. Klack. Schhhhh.

Sam beäugt die Tourenski, Foto: Martina Schulte

Sam beäugt die Tourenski, Foto: Martina Schulte

So ging es immer wieder und ich schob mich vorwärts den Forstweg hinauf. Mal vor, mal hinter Martina und Sam. Sam waren die Skier wohl nicht so geheuer und er schaute immer wieder auf die komischen Dinger, mit denen ich mich fortbewegte. Schließlich folgte er mir auf den Skiern. Aufpassen musste ich, dass ich ihm nicht über die Pfoten fuhr. Etwas ganz neues!

Klack. Schhhhhh. Klack. Schhhhh. Klack. Schhhhh.

Pause, Foto machen!

Umkehrpunkt meiner Begleitung

Umkehrpunkt meiner Begleitung

Ein letztes vor unserer Trennung. Ich war schon etwas voraus, der Schnee unangenehm für Martina zu laufen, die keine Schneeschuhe hatte und mit ihren Wanderstiefeln gegangen war. Das wurde mit lautem Gebell von Sam kommentiert. Das Rudel auseinanderziehen! Welch ein Frevel!

Ein letzter Blick und wildes Bellen von Sam!

Ein letzter Blick und wildes Bellen von Sam!

Ein letztes Mal schaute er durch die Bäume zu mir.

Noch etwas länger äußerte er seinen Unmut über den Verlust des Rudelmitglieds mit lautem Gebell.

Dann war ich alleine und Martina versuchte mit mehr oder weniger Erfolg per Schlitten den Forstweg hinabzufahren. Gelang ihr wohl nicht ganz so gut.

Klack. Schhhhhh. Klack. Schhhhh. Klack. Schhhhh.

Es war ja fast eine meditative Aktivität.

Klack. Schhhhhh. Klack. Schhhhh. Klack. Schhhhh.

Gleichmäßiges Atmen. Gut. Die Geschwindigkeit passte also!

Klack. Schhhhhh. Klack. Schhhhh. Klack. Schhhhh.

Selfie!

Selfie!

Ankunft an der Verpeilalm, die ich links neben mir liegen ließ. Ein Blick nach rechts zu einer Lichtung in den Bäumen. Lawinengefährung? Hmmmm, schnell drüber. Dann schaute ich auf die Uhr. Mit 16.30 Uhr war der Nachmittag schon weit fortgeschritten. Zeit zur Umkehr. Ich wollte partout nicht ins Dunkle kommen. Also umdrehen, Bindung der Tourenski festgesetzt und auch meine Schuhe fixiert und die Schnallen festgezurrt. Es konnte losgehen.

Aber wie?

Oh, oh, was hatte ich da nicht bedacht?

Jawoll, die Abfahrt!

Dusselkopf.

Naja, musste ich jetzt durch. Langer Satz mit kurzem Sinn, in einer fröhlich anstrengenden Mischung aus einem Ski parallel zum Weg und einem im Pflugstellung glitt ich langsam den Weg hinab, zurück zur Zivilisation. Es gelang ohne Sturz. Immerhin!

Verpeilalm

Verpeilalm

Wer sich jetzt über die Schönwetterbilder wundert, die hatte ich zwei Tage später bei der zweiten Tour zur Verpeilhütte aufgenommen. Da war ich dann auch wirklich oben gewesen und konnte die bekannte Aussicht in Richtung Verpeilturm und Madatschtürme genießen. Ich war ganz alleine. Auch mal schön.

Blick zu den Madatschtürmen

Blick zu den Madatschtürmen

Fazit:

Die Tour fand insofern anspruchsvoll, als dass zwischen der Verpeilhütte und der Verpeilalm echter Pulverschnee lag und mir das doch bisher noch nicht so gelungen war, wie gewünscht. Ne, ich traute mich noch nicht. Hoch und runter zur Skisteuerung? Ging noch nicht. Irgendwie kam ich aber wieder runter, u.a. mit meiner bewährten Abfahrtstechnik von zwei Tagen zuvor. Nicht schön, aber es gelang. Und das zählt ja auch was, oder?

Und hier die Tour auf Alpenvereinaktiv.com:

Die Tour auf Alpenvereinaktiv.com

Die Tour auf Alpenvereinaktiv.com